Joh. Matthias Schumacher, Gründer der Brauerei
 1838
in diesem Jahr kaufte der gelernte Bierbrauer Joh. Matthias Schumacher die Brauerei „Im Sonnenaufgang“ auf der Citadellstr. 12, in der Düsseldorfer Altstadt. Von Carl Joseph Kürten übernahm er die komplette Einrichtung und bezahlte dafür den damals stolzen Betrag von 1.702 Thaler, 13 Groschen und 6 Pfennige. Matthias Schumacher wusste was er seinen Gästen schuldig war, ein Bier gebraut aus bestem Hopfen, erstklassigem Malz und klarem Brunnenwasser. Er braute sein Bier damals schon nach dem Reinheitsgebot von 1516.



die Brauerei „Im Sonnenaufgang“ auf der Citadellstr um 1838


 1871
wagt Ferdinand Schumacher I, er hatte mittlerweile von seinem Onkel Joh. Matthias die Brauerei übernommen, den Sprung an die östliche Stadtgrenze, zur Oststrasse.


 1902
Ferdinand Schumacher I war stolzer Vater von zwei Söhnen, Fritz und Ferdinand II. Fritz übernahm die elterliche Brauerei und Ferdinand II kaufte in diesem Jahr von seinem Onkel Carl Mentzen die Bierbrauerei und Gaststätte „Im Goldenen Kessel“ auf der Bolkerstrasse.


 1919
Ferdinand II kauft von seinem Bruder Fritz Schumacher die Brauerei und baut diese, sowie die Gasträume „großzügig“ um.


 1924
Die Brauerei und die Gaststuben „platzten aus allen Nähten“, also wird das Nachbargrundstück Oststrasse 125 gekauft und wieder wird umgebaut!


 1925
Nach Vollendung der Um- und Ausbauten auf der Oststrasse wird der Braubetrieb in der Altstadt eingestellt. Der Goldene Kessel wird fortan als Brauereiausschank geführt und an Josef Schnitzler verpachtet.


 1942/43 Schicksalsjahre in der Geschichte der Brauerei Schumacher
Am 10. September 1942 wurde der Brauereiausschank „Im Goldenen Kessel“ durch Bombenangriffe total zerstört. Die Stammhaus-Gaststätte auf der Oststrasse wurde am 11. Juni 1943 zerstört, während über der Brauerei nur das Dach abbrannte. Nach dem Krieg wurde das Stammhaus wieder aufgebaut, während der Goldene Kessel erst im Jahre 1948 wieder provisorisch aufgebaut werden konnte.


 1955
verkaufte Ferdinand II das Unternehmen an seinen Neffen, den Braumeister Hans Schnitzler und dessen Ehefrau Thea.


 1958 Der GOLDENE KESSEL erstrahlt in neuem Glanz.
Das 1948 provisorisch errichtete Haus wird durch einen Neubau ersetzt.


 1980-90
Die Brauerei wird auf den neuesten Stand der Technik gebracht, u.a. neuer Gärkeller, neue Kälte-Klimaanlage, neue Tanks, neue Flaschenabfüllanlage für Bügelverschlussflaschen, und . .und ... und.


 1991
Nach dem Tod von Thea Schnitzler, Hans Schnitzler verstarb bereits 1966, übernimmt Gertrud Schnitzler-Ungermann die Brauerei.



die Schumacher-Chefin und ihre Familie


 1994
Der Brauereiausschank „Im Goldenen Kessel“ wird renoviert, saniert und nach 11-wöchiger Umbauzeit im August wieder eröffnet.


 1997 Die Stammhaus-Gaststätte auf der Oststrasse wird kernsaniert.
Insgesamt umfassten die Baumaßnahmen u.a. neue Kühl- und Lagerräume, Erneuerung und Erweiterung der Küche auf über 200 qm, neue Lüftungs- und Klimaanlage, neues Speise- und Zapfbuffet, neue Sozial- und Büroräume. Als älteste der Düsseldorfer Hausbrauereien, der Tradition stets treu geblieben, wurde das Ursprüngliche bewahrt und erhalten. So wurden alle Holzvertäfelungen und Balken ausgebaut - insgesamt über 500 qm -, restauriert und wieder eingebaut.