Sumerer geschmeckt hätte, wage ich allerdings auch zu bezweifeln. Guterhaltene Wandmalereien beweisen, dass die Ägypter vierzehn verschiedene Biersorten hatten. Vom Pharaonen- über das Privilegierten- bis hin zum Sklaven-Bier. Dieses trank man mit Strohhalmen aus den Biergefäßen, Krügen und Seideln, weil man auf diese Weise die Rückstände des damals noch ungefilterten und ungekühlten Saftes, nicht in den Mund bekam.

Man trank das Bier mit Strohhalmen.
Diese ägyptische Holzplastik war eine Grabbeigabe und zeigt
Bierbrauer um 2000 vor Christus. Das einst süße und trübe Gebräu der Sumerer, Ba- byloner und Ägypter würden wir heute wohl kaum als Bier bezeichnen. Hopfen als Bier- würze war damals noch nicht bekannt. Man nahm stattdes- sen eine "Grut" aus: Honig, Zimt, Alraun, Anis, Safran, Eichenrinde, Rettich und Wolfsblume. Wie das ge- schmeckt haben mag, kann man sich nur sehr vage vorstellen. Ob uns das Brot der
