Ferdinand Schumacher kauft 1902 die traditionsreiche Brauerei und Gaststätte "Im goldenen Kessel" auf der Bolkerstraße 44. Der Name stammt noch aus der Zeit, als
die Häuser in der kleinen und überschaubaren Stadt Eigennamen statt Haus- nummern hatten. Unter Ferdinand Schumacher wurde der "Goldene Kessel" zu einem Treffpunkt des bürgerlichen Düsseldorf. Der Schriftsteller Müller-Schlösser (Schneider Wibbel) erzählt:
"Ein Vorraum mit Fässern auf hoher Stellage lud, wie auch an warmen Tagen der Hof, zum Obergärigen ein. Am Eingang lockte ein großes Buffet mit reichhaltigen Speisen. Daneben saßen der Baas oder seine Frau, tadellos
fri- siert, in dem klei- nen Glasverschlag um von hier aus die Vorgänge hüben wie drüben, am Ausschank und am Buffet, zu überschauen. Die Räume waren vor allem mit Bildern vorzüglich ausgestattet, die dem Heimatsinn ihres Besitzers Ehre machten und so eine Art kleines Museum darstellten."
Müller-Schlösser
1935

