
Wie an anderer Stelle schon fest- gestellt, darf man behaupten, dass das Bierbrauen fester Bestandteil der Hausarbeit und somit "Frauen- sache" war. Viel später erst, entwickelte sich die Herstellung des Bieres von reiner Küchenarbeit zu einem eigenständigen Handwerk und noch später zu einem eigenen Wirtschaftszweig.
Die Verwendung von Hopfen statt Grut, löste einen heftigen Streit aus. Die Stadt Wesel unter- sagte 1377 sogar, das Hopfenbier zu trinken.
Die Äbtissin des Klosters St.Quirin in Neuss gab ihren Widerstand als Grutrechtsinhaberin gegen das neue Bier erst auf, nachdem man sich auf eine Besteuerung des Braumalzes einigte. Das war quasi die erste Biersteuer. Im Gegensatz zum Grutgeld wurde nun nichts mehr geliefert. Es wurde nur noch kassiert. Anno 1450 hatte sich am Niederrhein die Braumalzsteuer durchgesetzt.


